Bei einem Blackout handelt es sich um einen großflächigen (mehrere Staaten betreffenden) und länger andauernden Stromausfall, der eine erhebliche Beeinträchtigung der elektrischen Energieversorgung im betroffenen Gebiet auslöst. Die Ursachen für einen Blackout können - neben den Ursachen für normale Stromausfälle - zusätzlich auch Sabotagen, Hackerangriffe oder Überlastung des Stromnetzes sein. Auch die zunehmende Stromerzeugung aus Photovoltaik oder Windkraftanlagen, die zeitlich nicht immer zur Verfügung stehen, ein europaweiter Stromhandel und Transportweg sowie menschliches Fehlverhalten können zu einem instabilen Stromsystem führen.
Aufgrund der möglichen großflächigen Betroffenheit könnte der Wiederaufbau der Stromversorgung eine gewaltige Herausforderung darstellen. Der Ausfall der öffentlichen Infrastruktur wie Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, der Beeinträchtigungen des Verkehrs und der öffentlichen Sicherheit sind nur ein Teil der zu erwartenden Beeinträchtigungen.
Vor allem der Ausfall der Kommunikationseinrichtungen (Telefon, Internet,…) wird sich für alle Personen als gravierende Belastung herausstellen. Als einzige Quelle wird der Rundfunk Informationen ausstrahlen können – doch es könnte bei vielen Bürgern am Empfang scheitern, falls kein stromunabhängiges Radio zur Verfügung steht.
In Österreich werden alle Informationen über den Radiosender Ö3 verlautbart.
Alle anderen Radiosender senden bei einem Blackout nicht mehr.
So drastisch die möglichen Auswirkungen auf unseren Alltag auch klingen mögen, entscheidend ist der Selbstversorgungsgrad der Bevölkerung. Nur wer vorgesorgt hat, wird auch die notwendige Ruhe bewahren.
Besprechen Sie gemeinsam mit Ihren Familienangehörigen die wichtigsten Vorsorge- und Verhaltensmaßnahmen für den Fall eines Blackouts -unter anderem sind folgende Punkte zu beachten:
· Möglichkeit der Informationsbeschaffung (Notfallradio, Selbsthilfebasis)
· Liste mit Notfallkontakten erstellen
· 1x jährliche Überprüfung der Notfallausrüstung und Vorräte (1. Samstag im Oktober)
· Sammelpunkt mit Familienmitgliedern definieren, für den Fall, dass keine Kommunikationsmittel verfügbar sind
· Wichtige Dokumente leicht zugänglich aufbewahren- denken Sie daran, dass beim Ausfall der Elektronik die Unterlagen in gedruckter Form verfügbar sind
· Elektrische Garagentore, Türcodes und Jalousien können ausfallen – auch hier müssen Sie vorsorgen.
· usw.
Wer auf einen Blackout gut vorbereitet ist, ist auf fast jede Krise gut vorbereitet – wichtig sind immer ein ausreichender Lebensmittel- und Getränkevorrat sowie technische Hilfsmittel für den Katastrophenfall (zB. Notfallradio, Ersatzbeleuchtung) Grundsätzlich wird empfohlen, dass jede/r Bürger/in für mindestens zehn Tage, besser zwei Wochen, autark leben könnte.