Katastrophenschutz

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Naturkatastrophen weltweit stark gestiegen. Auch Österreich ist gefährdet: Durch die Topografie in Österreich gilt jedes Bundesland als Risikogebiet für Naturkatastrophen. Die Bevölkerung muss sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten auf immer häufiger und heftiger auftretende Wetterextreme einstellen.

Es sind vor allem Extremwetterereignisse wie Stürme, Hochwasser, Schnee und Hagel, Hitzewellen sowie die unterschätzte Erdbebengefahr, die bei uns Präventivmaßnahmen immer wichtiger machen. Mit gezielten Vorkehrungen soll sichergestellt werden, dass im Falle einer Naturkatastrophe die Grundversorgung der Hausbewohner für mindestens 7 Tage gewährleistet ist.

Technische Pannen oder durch Naturgefahren ausgelöste Katastrophen, unvorhersehbare Ereignisse, wie zum Beispiel eine länger andauernde Krankheit, ein tagelanger Stromausfall (Blackout) oder Hochwasser, können dazu führen, dass das Haus oder die Wohnung für längere Zeit nicht verlassen werden kann oder Betroffene kurzfristig evakuiert werden müssen. Jeder sollte für sich selbst und seine Familie Vorsorgemaßnahmen treffen.

Um im Ernstfall gut vorbereitet zu sein, sollten folgende Dinge immer im Haus sein und griffbereit an einem sicheren Ort verwahrt werden:

  • Taschenlampe und Reservebatterien, Kerzen und Feuerquelle (Zünder, Feuerzeug), Kurbellaterne
  • Radio (Dynamo- oder Batterieantrieb) und Reservebatterien
  • Wichtige Medikamente wie schmerzstillende, fiebersenkende Tabletten oder Mittel gegen Durchfall und Verdauungsstörungen und auch persönlich verschriebene Medikamente (auch Kaliumjodidtabletten für den Fall eines radiologischen Notfalls): 
    HINWEIS: Kaliumjodidtabletten dürfen nur auf ausdrückliche Anweisung der Gesundheitsbehörden eingenommen werden.
  • Erste-Hilfe-Utensilien
  • Wichtige Dokumente zusammengefasst in einer Mappe
  • Körperpflege und Hygieneartikel
  • Kochmöglichkeiten
  • Bargeld, Ausweis und Übersicht mit den wichtigsten Kontakten und Adressen

Außerdem sollte ein Vorrat an Lebensmitteln und Getränken angelegt sein, falls es längere Zeit nicht möglich ist, das Haus zu verlassen. Dabei ist Folgendes zu beachten:

  • Bei der Bevorratung ist auf die individuellen Ess- und Trinkgewohnheiten der Familie Rücksicht zu nehmen. Es sollten Lebensmittel gewählt werden, die man im Notfall auch kalt essen kann (Energieausfall!).
  • Mineralwasser und Fruchtsäfte in Verbundpackungen sind aufgrund der langen Haltbarkeit besonders für einen Getränkevorrat geeignet (Leitungswasser kann bei Katastrophen verschmutzt sein bzw. kann die Wasserversorgung ganz zusammenbrechen).
  • Es sollten nur besonders lang haltbare, hochwertige und leicht verdauliche Lebensmittel ausgewählt werden.
  • Lebensmittel sollten möglichst kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert werden und das Ablaufdatum sollte regelmäßig überprüft werden.
  • Auf eventuell notwendige Spezialnahrung für Babys, kranke und ältere Menschen sowie auf Tierfutter für Haustiere darf nicht vergessen werden.

Wichtig ist auch, zu wissen, wo sich im eigenen Haus der Hauptschalter für Strom und die Absperrvorrichtung für Gas und Wasser befinden.

Die folgenden Notrufnummern sollte jeder auswendig kennen oder griffbereit haben:

  • Feuerwehr: 122
  • Polizei: 133
  • Rettung: 144
  • Euro-Notruf: 112
  • Ärzte-Notdienst: 141
  • Gasgebrechen-Notruf: 128
  • Bergrettungsdienst: 140
  • Landeswarnzentrale der jeweiligen Bundesländer: 130 (nicht in allen Bundesländern eingerichtet)
  • Apothekendienste: 1455
  • AGES: 1450
  • Vergiftungsinformationszentrale: 01 406 43 43
    Quelle: Land OÖ